Im Jahr 2010 war der Hinterhof der Hobrechtstraße 66 eine graue Ladefläche für Fabrikabfälle. Im Winter 2010 begannen wir damit, Abfallmaterial wie beispielsweise große Kabelrollen, alte Badewannen, Weinkisten, Holzfässer und Öltonnen zu sammeln um sie als Pflanzenbehältnisse und Gartentische wiederzuverwerten. Die größte Investition die wir tätigten war, 2 Kubikmeter gute Muttererde zu kaufen um darin Saatgut aus Gärten von Freunden und Bekannten anzusäen und die Pflanzen selbst großzuziehen. Im Frühjahr 2011 begann Sarah’s Mutter Cornelia dies aktiv umzusetzen. Ohne zusätzliche große finanzielle Mittel wurde das gesammelte Recyclingmaterial zu neuem Leben erweckt um Pflanzen unterschiedlichster Sorten vor Ort anzupflanzen: Kapuzinerbohnen und Wicken wachsen schnell und optisch gut sichtbar zwischen den, auf längere Jahre angelegten Wein- und Kiwispaliere, die sich im Laufe der Jahre über das Gestell des alten Terrassen-Schleppdachs ranken werden. In der einfachen Wiesenblumenmischung kann man Lupinen, Mädchenaugen, Stockrosen, Calendula und andere, mehrjährig angelegte Stauden entdecken. Und natürlich wandern die Kräuter aus den Tischen des Hüttenpalast-Cafés in Kübel und Gefäße um für die Ernte weiter zu gedeihen. Neben den diversen, Balkonien entwachsenen Oleandern und Birken werden die dazugekauften Klematis und Kletterrosen besonders gehegt und gepflegt. In der Fassade alter Klinkersteinfassaden ist es in der Kürze der Zeit gelungen, eine grüne Oase zu schaffen, die zum Verweilen einlädt.